Besuch der Gedenkstätte KZ Neuengamme

In den vergangenen Wochen haben alle unsere Klassen des 9. Jahrgangs die KZ-Gedenkstätte Neuengamme besucht. Bei der Tages-Exkursion setzten sich die Schüler*innen intensiv mit der bewegenden Geschichte des ehemaligen Konzentrationslagers auseinander. Der Besuch der Ausstellungsräume sowie der erhaltenen Original-Gebäude und Gedenkorte machte die Geschichte für viele auf ganz besondere Weise greifbar, denn die Führungen vor Ort informierten eindrücklich über die furchtbaren Lebensbedingungen und Schicksalen der dort inhaftierten Menschen. Unsere Schüler*innen zeigten sich vor Ort und auch danach tief bewegt von dem, was sie dort gesehen und gehört haben. So entsetzten einige die nackten Zahlen, die anderen die Einzelschicksale. In den Gesprächen nach den Exkursionen zeigt sich, dass der Eintritt für die Menschenwürde für viele eine wichtige weitere Dimension erhalten hat.

So bewegt Lotta (9c) die Tatsache, dass Jugendliche ihres Alters das Abschießen von KZ-Häftlingen menschenverachtend „Zebra-Schießen“ nannten. Gelungen waren die Exkursionen immer dann besonders, wenn unsere Schüler*innen über pure Betroffenheit hinaus kamen und die Dimension der eigenen Verantwortung für heute begreifen konnten. „Das NS-Regime hat die erste Demokratie in Deutschland innerhalb von kurzer Zeit zerstört, weil die Nazis nicht aufgehalten wurden, als man es noch konnte“, fasst es Ben (9c) zusammen.

Die Exkursion ist an unserer Schule seit Jahren ein wichtiger Baustein im Rahmen der schulischen Erinnerungsarbeit, sie trägt – wie die Zitate oben zeigen – bei unseren Schüler*innen dazu bei, das Bewusstsein für die Geschehnisse der NS-Zeit sowie für die Werte unserer heutigen Gesellschaft zu stärken.

 

 

Schüler*innenaustausch mit Polen

Ende Mai und Anfang Juni 2025 hatten rund 20 Schülerinnen und Schüler unserer Schule die Gelegenheit, im Rahmen eines Schüler*innenaustausches wertvolle interkulturelle Erfahrungen zu sammeln. Die Reise führte zunächst für fünf Tage nach Danzig und Sopot, bevor die polnischen Gäste eine Woche später Hamburg erkundeten. Wie die Begegnungen verliefen, was die Schülerinnen und Schüler erlebt haben und welche Eindrücke bleiben – das erzählen sie hier selbst: 

„Im Rahmen unseres Schüleraustausches durften wir zwei Wochen voller neuer Erfahrungen und schöner Begegnungen erleben. Gemeinsam fuhren wir für 5 Tage am 18. Mai mit einer Gruppe von ungefähr 20 Schülern mit dem Zug nach Polen, nach Danzig/Sopot.

Vor Ort wurden wir von unseren Gastfamilien am Bahnhof aufgenommen. Alle Familien waren sehr nett und begrüßten uns mit einer großen Gastfreundschaft, sodass wir uns schnell willkommen und wohl fühlten. Jeder Schüler konnte einen ganz eigenen Einblick in das alltägliche Leben von den polnischen Schülern bekommen, da wir alle in unterschiedlichen Gastfamilien wohnen konnten.

Tagsüber haben wir ein vielfältiges Programm gehabt, welches von den polnischen Schülern und Lehrern organisiert wurde. Durch die Kennenlernspiele und gemeinsame Aktivitäten hatten wir die Möglichkeit auch mit anderen polnischen Austauschschülern ins Gespräch zu kommen, wodurch wir uns auch als Gruppe schnell sehr gut verstanden. Außerdem unternahmen wir viele Ausflüge, bei denen wir viel über die deutsch-polnische Geschichte und die Vergangenheit beider Länder erfuhren. Die Museumsbesuche gaben uns einen spannenden historischen Eindruck.

Neben dem kulturellen und geschichtlichen Lernen hatten wir jedoch auch viel Zeit für andere Aktivitäten. Wir konnten die Umgebung erkunden und die schönen Ecken von Danzig kennenlernen. Die Austauschschüler führten uns in ihrer Heimatstadt herum und zeigten uns wichtige Merkmale in Danzig und erklärten uns ihre Bedeutung. Außerdem verbrachten wir viel Zeit an den Stränden der Ostsee und genossen das gute Wetter.

In der zweiten Woche besuchten uns ab dem 31.5. die polnischen Schülerinnen und Schüler in Hamburg. Hier hatten wir dann ein abwechslungsreiches Programm für die Schüler*innen vorbereitet. Gemeinsam arbeiteten wir wieder an Projekten zum Thema Migration.

Wir hatten ebenfalls die Möglichkeit den polnischen Austauschschülern unsere Schule zu zeigen. Es war sehr interessant zu sehen, dass die Schulen sehr große Unterschiede im Aufbau sowie in der Gestaltung haben.

Natürlich haben wir auch in Hamburg interessante Ausflüge auf dem Programm. Die polnischen Schüler*innen besuchten das Miniatur Wunderland, die Elbphilharmonie, die Speicherstadt und die HafenCity. Wir haben jedoch auch, dank des tollem Wetters die Möglichkeit gehabt tolle Paddel Tripps auf der Alster zu machen, sowie Shopping Tripps durch die Innenstadt. Außerdem haben wir einen Ganztages Ausflug nach Büsum gemacht, wo wir die Nordseeküste uns anschauen konnten sowie interessante Fakten über die Fischerei lernen konnten. Nach einen gelungenem letzten Ausflug trafen wir uns schließlich gemeinsam bei La Osteria, um ein gemeinsamen Abschied mit einem Abendessen feiern zu können. Der Abend war sehr schön, da wir noch mal über die vergangenen zwei Wochen in Polen und in Deutschland und unsere tolle Zeit gemeinsam nachdachten haben. Gleichzeitig war es aber auch ein emotionaler Moment, da wir uns voneinander verabschieden mussten. In kurzer Zeit waren viele enge Freundschaften entstanden, und umso schwerer fiel der Abschied. Jedoch ergaben sich nicht nur neue Bekanntschaften nach Polen, durch den Austausch lernte man auch viele neue Leute von der eigenen Schule auf eine ganz andere Art kennen.

Der Schüleraustausch war für uns alle eine tolle Erfahrung. Wir haben nicht nur viel über die Geschichte, Kultur und Lebensweise von Polen gelernt, sondern vor allem viele neue Menschen kennengelernt, wertvolle Erinnerungen gesammelt und Freundschaften geschlossen, die hoffentlich noch lange bestehen bleiben werden.“ (Mieke S.)

Workshop zum Thema Zivilcourage bei der Deutschen Bahn

Mut zeigen, richtig handeln!

Am 4. Juni 2026 erlebte die Klasse 6d einen spannenden Vormittag im S-Bahnwerk Stellingen. Im Rahmen eines Pilotprojekts der Deutschen Bahn und der Bundespolizei drehte sich alles um die Themen Sicherheit und Zivilcourage im öffentlichen Nahverkehr.
In interaktiven Workshops und Rollenspielen übten die Schülerinnen und Schüler, wie man in schwierigen Situationen angemessen reagiert und anderen helfen kann, ohne sich selbst zu gefährden. Außerdem erfuhren sie mehr über Gefahren im Bahnbetrieb und lernten spannende Grundlagen des Straf- und Zivilrechts kennen.
Besonders die realitätsnahen Rollenspiele sorgten für viel Spaß und Engagement.

Ein abwechslungsreicher Projekttag, der nicht nur interessant war, sondern auch wichtige Impulse für den Alltag gegeben hat!

Raketenstart!

Seit dem Frühjahr 2025 tüftelt der Physik-Begabungskurs an einem aufregenden Projekt: Wasserraketen bauen! Mit dabei sind Justin, Yama, Benjamin, Jarne, Weqar, Lasse, Rosa, Emil, Lotta, Noah, Niklas und Ole aus den Jahrgängen 9–13 – begleitet und geleitet von Frau Gerecke.

Gemeinsam mit Sponsoren und Kooperationspartnern wie „Lütting“ und dem „ZAL“ sowie mit tatkräftiger Unterstützung von Herrn Henseleit, Herrn Hochheim, Frau Cohen-Cossen und Frau Ramm durchlief die Gruppe einen beeindruckenden Entwicklungsprozess – mit vielen Ideen, Versuchen und sicher auch dem ein oder anderen Rückschlag.

Nach dem Bau und der Erprobung eines ersten Prototypen (P1) folgte ein verbesserter zweiter Prototyp (P2) – diesmal inklusive Fallschirmsystem und eigener Startplattform. Der große Moment kam am 29. Mai 2026: Die Rakete hob erfolgreich ab!

Das Projekt ist damit noch lange nicht abgeschlossen – die Gruppe forscht weiter und plant bereits die nächsten Entwicklungsschritte. Wir sind gespannt, wie hoch es noch geht!

Sechstklässler*innen werden Literaturkritiker*innen

Was macht eine gute Rezension aus? Wie schreibt man über ein Buch so, dass andere Lust bekommen, es zu lesen – oder auch nicht? Diese Fragen stehen im Mittelpunkt eines neuen Schulprojekts, das unsere Schülerinnen und Schüler der 6. Klassen zu echten Literaturkritiker*innen macht.

Gestern fand das Auftakttreffen in unserer Bibliothek statt – und es war gleich ein besonderer Moment: Anna-Lena Walter, Redakteurin des „Klönschnacks“ sowie Pascal Mathéus, einer der Inhaber der „Buchhandlung Wassermann“, kamen persönlich in die Schule, um das Projekt gemeinsam mit uns zu starten. Die Buchhandlung Wassermann hat dafür eigens aktuelle Romane gestiftet, die frisch auf dem Markt sind und noch kaum besprochen wurden – beste Voraussetzungen für eine fundierte Erstmeinung.

Die Schüler*innen lesen die Romane in den kommenden Wochen und verfassen anschließend eigenständige Buchbesprechungen. Das Besondere: Die besten Rezensionen werden direkt im „Klönschnack“ veröffentlicht.

„Die Schülerinnen und Schüler schreiben nicht für die Schublade – ihre Rezensionen erscheinen im Klönschnack und werden von echten Leserinnen und Lesern in unserem Stadtteil gelesen“, freuen sich die Deutschlehrkräfte Vivica Wendt und Jule Gotthardt. Die 6. Klassen sind bei uns von Haus aus echte Leseratten, denn durch das BISS-Lesetraining werden jeden Tag 20 Minuten in der Schule laut gelesen. Dadurch sind seit Beginn Klasse 5 schon eine ganze Menge Romane verschlungen worden.

 

Wir freuen uns sehr über diese Kooperation und sind gespannt, welche Romane die Schüler*innen begeistern werden – und welche eher nicht. Denn auch eine ehrliche kritische Stimme hat ihren Wert. Haltet die Augen auf: Bald erscheinen die ersten Rezensionen im Klönschnack!

Terminankündigung: Abschlussfeiern der Jahrgänge 10 und 13

Wir freuen uns, die Termine für unsere diesjährigen Abschlussfeiern bekannt zu geben. Die Feierlichkeiten für die Jahrgänge 10 und 13 finden in festlichem Rahmen an unserer Schule statt und würdigen die Leistungen unserer Schülerinnen und Schüler.

Am 03.07.26 um 14 Uhr erhalten in unserer großen Mehrzweckhalle „ARENA“ unsere Abiturient*innen ihre Zeugnisse und um 17 Uhr alle 10. Klassen. 

Wir freuen uns auf zwei besondere Veranstaltungen und ein gemeinsames Feiern dieses wichtigen Meilensteins.