In den vergangenen Wochen haben alle unsere Klassen des 9. Jahrgangs die KZ-Gedenkstätte Neuengamme besucht. Bei der Tages-Exkursion setzten sich die Schüler*innen intensiv mit der bewegenden Geschichte des ehemaligen Konzentrationslagers auseinander. Der Besuch der Ausstellungsräume sowie der erhaltenen Original-Gebäude und Gedenkorte machte die Geschichte für viele auf ganz besondere Weise greifbar, denn die Führungen vor Ort informierten eindrücklich über die furchtbaren Lebensbedingungen und Schicksalen der dort inhaftierten Menschen. Unsere Schüler*innen zeigten sich vor Ort und auch danach tief bewegt von dem, was sie dort gesehen und gehört haben. So entsetzten einige die nackten Zahlen, die anderen die Einzelschicksale. In den Gesprächen nach den Exkursionen zeigt sich, dass der Eintritt für die Menschenwürde für viele eine wichtige weitere Dimension erhalten hat.

So bewegt Lotta (9c) die Tatsache, dass Jugendliche ihres Alters das Abschießen von KZ-Häftlingen menschenverachtend „Zebra-Schießen“ nannten. Gelungen waren die Exkursionen immer dann besonders, wenn unsere Schüler*innen über pure Betroffenheit hinaus kamen und die Dimension der eigenen Verantwortung für heute begreifen konnten. „Das NS-Regime hat die erste Demokratie in Deutschland innerhalb von kurzer Zeit zerstört, weil die Nazis nicht aufgehalten wurden, als man es noch konnte“, fasst es Ben (9c) zusammen.

Die Exkursion ist an unserer Schule seit Jahren ein wichtiger Baustein im Rahmen der schulischen Erinnerungsarbeit, sie trägt – wie die Zitate oben zeigen – bei unseren Schüler*innen dazu bei, das Bewusstsein für die Geschehnisse der NS-Zeit sowie für die Werte unserer heutigen Gesellschaft zu stärken.